"Was wir als Jury an der Sälzer-Sekundarschule der Wallfahrtsstadt Werl erleben durften, ist nicht weniger als ein Paradebeispiel für gelungene, lebendige und tief verankerte Berufliche Orientierung." Mit diesem Satz eröffnete Projektkoordinator Sebastian Rocholl von der IHK Arnsberg die Laudatio vor den versammelten Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, den Kreisverwaltungen und Schulen.
Anlass für diese lobenden Worte war die Rezertifizierung des Berufswahlsiegels für unsere Schule.
Schon 2018 erhielt die Sälzer-Sekundarschule erstmalig das Berufswahlsiegel. Die Auszeichnung wird nach umfangreicher Prüfung Schulen alle vier Jahre verliehen, die sich engagiert, nachhaltig und zukunftsorientiert um die berufliche Zukunft ihrer Schülerschaft bemühen. Nach Gründung unserer Schule im Jahr 2012 kam also schon der allererste Abschlussjahrgang in den Genuss einer umfangreichen Berufsorientierung.
Seitdem wurde vor allem unter der Federführung von Berufswahlkoordinatorin Katja Schürmann-Petrich das Profil der beruflichen Orientierung an unserer Schule immer weiter geschärft und strukturiert von Klasse 5 bis 10 ausgebaut, "fächerübergreifend, durchdacht und praxisnah", wie es in der Laudatio heißt. Angefangen mit dem "Schnupperpraktikum" in Jahrgang 5 bis hin zum "Bewerbungstraining mit Profis" in den Klassen 9 und 10 ist in jedem Jahrgang weit über das, was "KAoA" (das landesweite Programm "Kein Abschluss ohne Anschluss") verlangt, eine altersgerechte Auseinandersetzung mit späteren beruflichen Möglichkeiten gegeben.
Auch der "Sälzer-BIT", die große, hauseigene Berufsmesse, die Jahr für Jahr immer mehr Unternehmen aus der Region in die Turnhalle unserer Schule zieht und damit ein dichtes Netzwerk für Ausbildungsberufe geknüpft wird, reiht sich in besonders hervorzuhebender Weise in den "Dreiklang aus Struktur, Begeisterung und Beteiligung" ein, wie in der Laudatio gewürdigt wird.
Der neue "mobile Ausbildungstag" bildet einen weiteren Baustein für berufliche Orientierung. Hier fahren die Schülerinnen und Schüler, begleitet von Lehrkräften, zu den Unternehmen, die so direkt vor Ort besichtigt werden können.
Apropos "Unternehmen": Eines davon hat die Sälzer-Sekundarschule vor einiger Zeit selbst gegründet: Mit der Schülerfirma "Sälzerstübchen" lernen unsere Schülerinnen und Schüler, dass Begriffe wie "Buchhaltung", "Ein- und Verkauf" und Personalplanung nicht nur "da draußen" in der Arbeitswelt wichtig sind, sondern auch hier, im Schulumfeld, eine große Bedeutung gewinnen, wenn mit viel Engagement und Einsatz seitens der Schülerschaft beispielsweise bem Sälzer-BIT oder bei Theateraufführungen Leckereien oder "im ganz normalen Alltag" in den Pausen Snacks verkauft werden.
Aber nicht nur unsere Schülerinnen und Schüler gehen im Rahmen von Praktika und Besuchstagen in die Betriebe, sondern auch wir Lehrkräfte schauen uns seit Jahren regelmäßig in der letzten Ferienwoche der Sommerferien in Unternehmen vor Ort um. Durch diese Kooperation und durch viele Gespräche mit Personalern ist es noch besser möglich, unsere Schülerschaft authentisch und "auf Höhe der Zeit" beraten zu können.
Wir freuen uns sehr über die erneute Würdigung des großen Einsatzes unserer Berufwahlkoordinatorinnen mit der Rezertifizierung und planen schon die nächsten Schritte. Denn: Stillstand bedeutet Rückschritt!