Die Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, ihren Lernprozess in wachsendem Maße selbst zu steuern. Selbstgesteuertes Lernen ist folglich ein zielgerichteter Prozess, ein bewusstes individuelles Lernen mit klaren Rahmenbedingungen und festen Strukturen. Es ist Ziel eines jeden Unterrichts.

In allen Jahrgangsstufen arbeiten die Schülerinnen und Schüler jeden Tag in der 2. Stunde für je eine halbe Stunde im sogenannten Lernband. In diesen Stunden lernt man,

  • sich selbst Ziele zu setzen
  • den eigenen Lernprozess zu planen
  • zu entscheiden, welche Hilfen sie benötigen
  • geeignete Lernstrategien auszuwählen und dazu unterschiedliche Lernmedien zu nutzen
  • den Erfolg ihrer Bemühungen selbst zu beobachten und zu bewerten.

 

Die Fachlehrerinnen und -lehrer (insbesondere der Kernfächer) begleiten diese Arbeit mit Aufgaben, stellen Materialien zur Verfügung, gewährleisten die Verknüpfung mit dem Fachunterricht und stehen als Lernberater zur Verfügung. Wesentlich dabei ist, dass auch langsamer lernende Schülerinnen und Schüler Freiräume haben, um sie selbst und eigenverantwortlich zu füllen, eigene Interessen und Fragestellungen zu entwickeln - und eben nicht nur das festgelegte Pensum eines Plans abzuarbeiten.

Der Schulplaner

Dieses Tagebuch im DinA 5-Format und mit festem Einband und Spiralbindung ist zum einen wichtig für den Kontakt zwischen Elternhaus und Schule, zum anderen dient es als Dokumentation der Aufgaben, die die Schülerinnen und Schüler für das Lernband erhalten. Der Schulplaner enthält außerdem eine Reihe anderer nützliche und wichtige Dinge wie beispielsweise einen Stundenplanvordruck, Jahreskalender, Kontaktdaten und Ansprechpartner der Schule, Beratungswege und Schulregeln.

Mit Klick auf das untenstehende Bild und anschließendem Scrollen erhalten Sie einen kleinen Einblick in verschiedene Beispielseiten des Schulplaners.

 

 

Schulplaner 2018/19
Klassenraum mit angrenzendem Lernbüro
Klassenraum mit angrenzendem Lernbüro

Das Lernbüro

Das Lernbüro ist der Ort, wo individuell geübt wird, wo buchstäblich Raum ist für binnendifferenzierte Aufgabenstellungen - je nachdem, welche Stärken und Schwächen im Fachunterricht deutlich werden. Unterschiedliche Lernzugänge können den Lernweisen von Mädchen und Jungen gerecht werden. Komplexe, weiterführende Aufgaben sind ein Anreiz und eine Herausforderung für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler und stärken ihre Motivation. Leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern bieten Basisaufgaben die Möglichkeit, erfolgreich zu lernen und sich anzueignen, was im Klassenunterricht noch nicht oder noch nicht ganz verstanden worden ist. Die Möglichkeit, das jeweils passende Lerntempo zu wählen, spielt hier eine wesentliche Rolle.

Lernbüro mit je zwei Computern
Lernbüro mit je zwei Computern

Erfolgreiche und motivierende Arbeit im Lernband setzt eine anregende und geeignete Lernumgebung voraus. Daher verfügen Klassenräume über Nebenräume und Materialschränke, in denen die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Lernmaterialien aus allen Fächern vorfinden. Je nach Aufgabe kann es jedoch sinnvoll sein, im Rahmen dieser Stunden phasenweise in Fachräumen zu lernen, um die nur dort zur Verfügung stehenden Medien und Materialien zu nutzen. Auch Unterrichtsgänge in das Selbstlernzentrum mit entsprechender medialer Ausstattung sind je nach Einzelfall zu verabreden und zu ermöglichen. Finden sich Schülerinnen und Schüler in Tandems oder Kleingruppen zusammen, um bestimmte Aufgaben so zu erledigen, ist dafür zu sorgen, dass sie still arbeitende Mitschüler nicht stören, sondern ebenfalls in andere Räume ausweichen können.

Am Ende einer jeden Lerneinheit zeigen Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Lernerfolgskontrolle, dass sie erfolgreich gelernt haben.